Unser Umgang mit Energie

Ein wohlig warmes Wohnzimmer, Musik aus der Stereoanlage, eine gut beleuchtete Arbeitsfläche, eine warme Dusche... Zentralheizung und Strom machen das Leben angenehm und so sind wir es gewohnt. Selten denken wir daran, dass wir dafür - trotz vieler sparsamer Geräte - sehr viel Energie verbrauchen. Es geht also darum, effizienter und bewusster zu heizen, zu beleuchten oder zu kochen. Je mehr Sonne und Wind wir dazu nutzen, umso besser ist es für das Klima und umso leichter fällt der notwendige Kohleausstieg.

Was wir tun können

    • ein überflüssiges Elektrogerät im Haushalt abschaffen
    • vor der Anschaffung eines neuen Gerätes kritisch prüfen, ob ich es wirklich brauche. Bei notwendigen Neuanschaffungen auf die beste Eneregieffizienzklasse achten (A+++)
    • Kühl- und Gefrierschrank regelmäßig enteisen
    • ein Strommessgerät (ausleihbar bei Stadtwerken, Verbraucherzentralen, Energieberatungen) an Elektrogeräte anschließen und prüfen, wo das größte Einsparpotential liegt oder sich eine Energieberatung geben lassen:
http://www.stwl.lauf.de/de/Navigation-Rechts/Ueber-uns/Die-Staedtischen-Werke-Lauf/Energieberatung/
    • die Lichtquellen in meinem Haushalt umstellen, indem ich kaputte Leuchtmittel ersetze durch sparsame LEDs
    • die Standbyfunktionen ausschalten, wenn wir die Geräte nicht benutzen, z.B. über Nacht. Das geht gut über eine abschaltbare Steckerleiste
    • die Zimmertemperatur um 1° C absenken - und merken, wie gemütlich ich mich mit meinem Lieblingspullover und einer schönen Decke auf das Sofa kuscheln kann. Es ist einfach Verschwendung, in der Heizperiode im kurzärmeligen Shirt zu Hause rumzulaufen
    • die Türen von beheizten Räumen geschlossen halten
    • mein Lüftungsverhalten prüfen: Fenster nicht auf Dauerkippstellung halten in der Heizperiode, auch nicht im WC. Stoßlüften – alles weit zum Durchzug öffnen und nach kurzer Zeit wieder schließen – ist am energiesparendsten und auch für das Gebäude am besten
    • den Wechsel zu einem Ökostromversorger prüfen oder die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft. Beispiele:
https://utopia.de/produkt/greenpeace-energy/
https://utopia.de/produkt/die-buergerwerke/
https://utopia.de/produkt/ews-schoenau/
https://utopia.de/produkt/lichtblick-strom/
    • als Hausbesitzer die Möglichkeit einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage prüfen. Es gibt interessante Zuschüsse...

Wir sind über 80 Millionen Menschen in Deutschland. Wenn jede*r ein paar Verhaltensweisen ändert, ist bereits viel gewonnen!

„Die Energiewende jedes Einzelnen ist unser aller Weg in eine bessere Zukunft.“
Torben Gösch (*1976), Fachjournalist der Energiewirtschaft

Und was hat das jetzt wieder im Kirchenboten verloren?

Schon Salomo schrieb „Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt, und dem Menschen, der Einsicht gewinnt! Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber, und ihr Ertrag ist besser als Gold.“ (Sprüche 3,13-14). Man darf das durchaus als Aufforderung verstehen, den uns von Gott gegebenen Verstand zu benutzen.
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat bereits 1985 (!) ein Papier veröffentlicht, das gut zu unserem heutigen Thema passt, es heißt:

Ein neuer Lebensstil (Kap.5.1)
Notwendig sind „das verantwortliche Engagement des mündigen Staatsbürgers, das den demokratischen Widerspruch gegen Schädigung und Belastung der Umwelt vor Ort und im weiteren Kontext einschließt und den politischen Willensbildungsprozeß durch umweltpolitisches Engagement mit beeinflußt.“
Den kompletten sehr interessanten Text finden Sie hier:
https://www.ekd.de/schoepfung_1985_verantwortung5.html:

Kommen wir also vom Klagen ins Handeln und fangen jetzt bei uns selbst an!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen neue Erkenntnisse zu Ihrem Umgang mit Energie, vielleicht einige Einsparmöglichkeiten - und auf jeden Fall eine gemütliche Stube in den kühler werdenden Herbsttagen!
Mit herzlichen Grüßen

Ihre Umweltbeauftragte
Cornelia Grob