Vom „Kirchenboten“ zum „miteinander“

Liebe Gemeindeglieder,

soeben wurde die 520. Ausgabe des Kirchenboten gedruckt und damit (voraussichtlich) nach 56 Jahren die letzte Ausgabe. Denn, so die Planung, mit dem neuen Kirchenjahr soll der neue, gemeinsame Gemeindebrief der Ostregion starten. Sein Titel ist Programm. "miteinander" wird er heißen und soll das Miteinander der evangelischen Kirchengemeinden von Beerbach, Eckenhaid, Eschenau und Forth fördern.

In Zeiten von schrumpfenden Kirchengemeinden wird von der Landeskirche die Zusammenarbeit von Gemeinden ja gefordert und gefördert. Nicht zuletzt um die gekürzten Pfarrstellen  auszugleichen, soll die Regionalisierung vorangebracht werden. Um das Bewusstsein dafür zu stärken, dass wir nun nicht mehr allein als Gemeinde unterwegs sind, sondern miteinander im regionalen Bezirk, braucht es auch eine gemeinsame Publikation. So wird der Blick über den gemeindlichen Tellerrand möglich und der Austausch zwischen den Gemeinden angeregt. Er wird größer, der neue Gemeindebrief, im A4-Format erscheinen und das wie bisher alle zwei Monate. Jede Gemeinde wird 4 bis 6 eigene Seiten haben, die durch die Gemeindefarbe - in unserem Fall Violett - gekennzeichnet sind.

Der Abschied von unserem Kirchenboten wird manchem schwerfallen. Auch uns, dem Kirchenvorstand und dem Redaktionsteam, fällt der Abschied nicht leicht. Wir haben schweren Herzens die Entscheidung getroffen, uns dem neuen gemeinsamen Gemeindebrief anzuschließen.

Die Kirchengemeinde Beerbach hatte ja als erste Gemeinde in der Region einen eigenen Gemeindebrief. Seit September 1956 gibt es den Kirchenboten und er war in all den Jahren so etwas wie eine Nabelschnur zu den in 8 Dörfern zerstreuten Gemeindegliedern. Wie oft sah ich bei meinen Besuchen das kleine Heft irgendwo liegen, und so manches Mal wurde ich auf etwas angesprochen, was jemand da gelesen hatte. Ich hoffe sehr, dass diese Bindung mit dem neuen Format nicht verloren geht.

Bitte sehen Sie bei dem neuen Heft nicht nur das, was Ihnen vielleicht fehlt (das wird nur wenig sein), sondern auch das, was Sie jetzt mehr haben! Und vielleicht lassen Sie sich ja auch durch die Informationen aus den anderen Gemeinden und über deren Angebote dazu anregen, an dortigen Veranstaltungen teilzunehmen.

Es ist schade, dass wir "unseren" Kirchenboten nicht mehr haben, aber es ist schön, dass wir nun mehr voneinander erfahren.

Ihr Pfarrer