Dankbar

Ich darf heute mit Ihnen meine Gedanken zur diesjährigen Fastenaktion für Klimaschutz und Gerechtigkeit teilen und habe mir die Worte Genug und Beschenkt ausgesucht.
Das Wort Genug beschäftigt mich immer wieder.
Genug, wann ist es denn genug?
Genug- das klingt nach Stillstand, nach Begrenzung. Bei meinem Streben nach immer mehr übersehe ich, welche Auswirkungen mein Wunsch nach mehr für die Erde, für das Klima hat.
Es ist für mich selbstverständlich, dass der Kühlschrank immer voll ist und ich die Auswahl habe, das Auto vor der Haustür steht und ich nicht auf den Busfahrplan achten muss, ich mir beim Bummeln die Hose kaufe, obwohl der Schrank voller Kleidung ist. Ich durfte zur Schule gehen und die ärztliche Versorgung ist trotz aller Probleme im Gesundheitswesen noch immer da.
Gott hat uns reich beschenkt mit allem, was wir hier zum Leben brauchen. In unserem Land gibt es genügend Nahrung, wir haben eine gute Infrastruktur, es gibt genügend Arbeit und unser Freizeitangebot ist mehr als ausreichend.
In dieser Woche bin ich noch bewusster. Bewusster welch großes Geschenk Gottes Schöpfung ist. Ich nehme mir Zeit, all die Dinge und Menschen um mich herum, all die Bereicherungen meines Alltags, wahrzunehmen.
Ich bin dankbar für die Natur vor meiner Haustür, für die Lebensmittel, die mir zur Verfügung stehen und für alle Menschen, die mich in meinem Leben begleiten.
Ich bin dankbar, dass ich zufrieden sein kann und darf.
Der englische Philosoph Francis Bacon wusste schon im 17 Jh.:
„Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind,
sondern die Dankbaren, die glücklich sind.“
Ich wünsche uns allen eine dankbare Woche.