Die ökumenische Initiative mehrerer Landeskirchen und Diözesen regt in jedem Jahr in der
Fastenzeit zum Nachdenken an.
Zu einem Nachdenken, das uns gemeinsam ins Handeln bringen kann. Unser Kirchenvorstand
findet das gut, und so geben wir vom Umweltteam unserer Kirchengemeinde in Beerbach an
jedem Sonntag in der Fastenzeit einen Impuls.
Wir bewegen die vorgeschlagenen Themen in unseren Herzen und erzählen Ihnen unsere ganz
persönliche Sicht und Absicht dazu.
Heute bin ich dran.
Gesegnet. Bereichert. Vom Segen und von der Verantwortung
„Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“
So segnet Gott Abraham ganz am Anfang seiner Reise im 1. Buch Mose. Gesegnet bricht er auf
in sein neues Leben. Gesegnet und bereichert.
Gott gibt ihm damit auch eine große Verantwortung: Du sollst ein Segen sein.
Gen 12, 2b
Wenn wir den Segen als Auftrag verstehen, folgen daraus Taten.
Gottes Gnade wird konkret sichtbar in Taten der Nächstenliebe, des respektvollen Miteinanders
und der Bewahrung der Schöpfung.
Segen geht Hand in Hand mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Womit bin ich gesegnet? Was kann ich gut?
Wie kann ich diesen Segen weitergeben?
Darüber denke ich nach. Als Mitglied unseres Umweltteams bringe ich meine Fähigkeiten in den
Umwelt- und Klimaschutz unserer Kirchengemeinde ein.
Manchmal denke ich aber: „Ach, das bringt ja doch alles nichts. Ach, die Leute wollen davon
nichts mehr hören. Ach, sie konsumieren, fliegen in der Weltg‘schicht rum und scheren sich zu
wenig um nachhaltiges Verhalten.“
Sie können sich vorstellen, dass mich das nicht sehr aufbaut, dass ich mich dadurch eher nicht
bereichert und gesegnet fühle.
Daher ist mein Fastenvorsatz:
• Ich lasse ab vom Pessimismus.
• Ich lasse ab vom Jammern und Klagen.
• Ich lasse ab von Resignation - sie ist keine Option!
Wenn es mir gelingt, diese Vorsätze umzusetzen, werden Sie weiterhin im Miteinander und bei
Aktivitäten unseres Umweltteams von mir hören - trotz allem.
Besonders schön wäre es, wenn auch die Eine oder der Andere von Ihnen nicht aufgeben würde,
sondern einfach unbeirrt immer wieder auch im Kleinen das Richtige täte.
Lassen Sie uns ein Segen sein für die Schöpfung und für unsere Mitmenschen. Sie wissen ja:
auch Kleinvieh macht Mist
