Archiv

Viele der "Aktuellen Beiträge" sind zu schade, dass man sie nach kurzer Zeit löscht. Die Verfasser haben oft viel Zeit investiert, um sie zu erstellen. Oft sind die Gedanken auch zeitlos. Deshalb zeigen wir hier Artikel, die vorher auf der Startseite veröffentlicht waren.


Die treue Dienerin

Wohl oder übel mussten wir uns daran gewöhnen, dass das Vollgeläut unserer beiden Kirchen derzeit nur aus je zwei Glocken besteht. Gebrauchs- und Alterungsschäden zwangen dazu, in jedem Turm eine Glocke stillzulegen. In Beerbach ist das seit Oktober 2017 der Fall, in Neunhof bereits seit September 2005. Die 1922 für St. Johannis beschafften zwei Eisenhartgussglocken befinden sich in einem besonders schlechten Zustand. Dies zwang dazu, dort die Glocke I vollständig außer Betrieb zu stellen und die Glocke III nur noch eingeschränkt einzusetzen.

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Er trägt die ganze Welt in seiner Hand

Unser Pfarrarchiv umfasst nicht nur unzählige Akten, Protokolle, Rechnungen, Kirchenbücher und Pläne, sondern auch einige Kuriositäten. Dazu gehört auch, in Seidenpapier eingewickelt und in einen kleinen Karton eingebettet, eine auf den ersten Blick unscheinbare, ja unansehnliche Holzkugel. Muss man so etwas denn wirklich aufheben? Antwort: Ja, denn dieser Gegenstand kann sehr viel erzählen, wenn man ihn näher betrachtet und ihn dem Fachmann zur Beurteilung vorlegt.

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Wie man früher gefeiert hat

Seit Jahrhunderten lag die Gründungsurkunde der Pfarrei Beerbach, der sogenannte „Konfirmationsbrief“, datiert vom 3. Februar 1520, gut verwahrt im Archiv des Pfarrhauses. Er überdauerte den Dreißigjährigen Krieg, wurde aus dem alten in das 1734 neu erbaute Pfarrhaus übernommen und zum Glück interessierten sich weder die französischen Truppen 1796 noch die Wehrmacht 1945 bei der Besetzung des Pfarrhauses für dieses Stück Pergament, das zudem einen Text in „unverständlicher“ lateinischer Sprache wiedergab.

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Eine Simonshöfer Altardecke

Aus Anlass ihrer Konfirmation erhalten die jungen Christen Glückwünsche und Geschenke aus dem Kreis ihrer Familie, von Verwandten, Bekannten und aus der Nachbarschaft. Einer langen Tradition gemäß geben sie aber auch selbst eine Spende für ein kirchliches Projekt, das sie sich aus verschiedenen Angeboten ausgewählt haben. So haben sich die diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden dafür entschieden, ein wichtiges Arbeitsfeld der kenianischen evangelisch-lutherischen Kirche zu unterstützen.

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St. Johannis vor 330 Jahren

Eine Bildbetrachtung zur Neunhofer Kirchweih

Eigentlich ist es ein ganz unscheinbares Blatt altersgrauen Papiers, das zwischen vielen anderen in einer Zeichnungsmappe im Neunhofer Gutsarchiv liegt. Man stößt nicht sofort darauf, aber die skizzenartige Bleistiftzeichnung stellt eine Ansicht Neunhofs aus der Zeit um 1690 dar. Aus ihr wurde für diese Ausgabe des Kirchenboten ein Ausschnitt gewählt, der uns die Johanniskirche in ihrem baulichen Zustand vor etwa 330 Jahren vor Augen führt. „Altes neu beleuchtet“ ist ja diese Reihe von Texten in unserem Gemeindebrief regelmäßig überschrieben, und anlässlich des Kirchweihfestes nehmen wir das einmal ganz wörtlich und holen diese Zeichnung nach langer Zeit ans Tageslicht.

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