Geistliche Impulse

Suche den Frieden

Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden,

dieser Kanon aus dem Liederheft für die Gemeinde wurde zu unserem Lieblingslied im Friedensgebet. Seine ruhige, meditative Melodie lässt still werden und regt zum Nachdenken an: Wo finde ich Frieden?

Und Gott?

Es ist winzig klein, trotzdem schafft es das Corona-Virus die Welt in Atem zu halten und selbst entwickelte Gesellschaften in den Ausnahmezustand zu katapultieren. Es ist winzig klein, aber es weckt große Ängste in uns Menschen. Auf einmal erleben wir schmerzlich, dass unser menschliches Wissen, unsere technischen Möglichkeiten, unser Reichtum uns vor solchem Unglück nicht bewahren können. Auf einmal wird uns wieder klar: es gibt Wirklichkeiten, deren wir nicht Herr werden können. Der hochmütige Optimismus des modernen Menschen, alles selber bestimmen und bewältigen zu können, gerät da ins Wanken. Aber nicht nur der. Es stellt sich für Christen ja auch die Frage, was wir dieser Erfahrung des Ausgeliefertseins, der Unbeherrschbarkeit des Lebens entgegenzusetzen haben. Bauen wir auch angesichts der Corona-Krise noch auf Gott?
Können wir auch jetzt noch voll Vertrauen und aus Überzeugung singen:

Wie gehe ich mit Angst um?


Gedanken zum Friedensgebet

Die Angst vor dem Coronavirus verändert zur Zeit unser ganzes Leben, im öffentlichen und im privaten Bereich. Jeder reagiert da anders:

Panisch, übervorsichtig, vernünftig oder gleichgültig. Doch alle sind wir jetzt gezwungen, uns an Vorschriften zu halten, die unser Leben sichern sollen.

Angst ist ein Gefühl, das jeder von klein auf kennt. Sie hat als “Frühwarnsystem” eine durchaus positive Funktion: Sie lässt uns Gefahren erkennen, lehrt uns, vorsichtig zu sein, um zu überleben. Doch wie alle Gefühle kann sie übermächtig werden, kann zu panischer Furcht ausarten und uns überwältigen. Dann lähmt sie jede vernünftige Handlung und erzeugt Aggressionen ein häufiger Anlass zu Kriegen.

Das Gegenteil von Angst ist Vertrauen, nicht Mut, oder besser der Mut zum Vertrauen. Nur so kann Frieden entstehen im privaten und öffentlichen Leben und im Miteinander der Völker. Als Jesus Christus in seinen Abschiedsreden von seinem Frieden sprach, gebot er seinen Jüngern:

Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht!” (Joh.14,27) und an anderer Stelle heißt es:
”Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!”(Joh.14,1).

Ich wünsche uns allen diesen Mut zum Vertrauen für die kommende Zeit!

Ihre Gisa Fischer

Der Grund, auf dem wir stehen

Weil wir also aufgrund des Glaubens als gerecht gelten, haben wir Frieden mit Gott. Das verdanken wir unserem Herrn Jesus Christus. Durch den Glauben hat er uns den Zugang zur Gnade Gottes ermöglicht. Sie ist der Grund auf dem wir stehen.

Und wir dürfen wirklich stolz sein auf die sichere Hoffnung, zur Herrlichkeit des Gottes zu gelangen. Aber nicht nur das. Wir dürfen auch auf das stolz sein, was wir gegenwärtig erleiden müssen. Denn wir wissen:

Das Leid lehrt, standhaft zu bleiben. Die Standhaftigkeit führt zur Bewährung. Die Bewährung bringt Hoffnung. Aber die Hoffnung macht uns nicht zum Gespött. Denn Gott hat seine Liebe in unsere Herzen hineingegossen. Das ist durch den Heiligen Geist geschehen, den Gott uns geschenkt hat.

Römer 5,1-5

Hoffnung

1. Petrus 1, 3 - 9

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.

Recht auf Tod?

Es war ein Paukenschlag, als das Bundesverfassungsgericht zu Beginn der Passionszeit in diesem Jahr sein Urteil zum Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe verkündete. Es hob dieses Verbot auf. Doch die Richter gingen noch weiter. Sie stellten ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben in jeder Lebensphase fest, ohne dass eine unheilbare Krankheit oder gravierende gesundheitliche Einschränkungen vorliegen müssen. Dieses Recht schließe die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei die Hilfe von Dritten in Anspruch zu nehmen.